laserkaufen.de

Veröffentlicht am 2. August 2026

Welche xTool-Geräte laufen 2026 noch mit LightBurn, und welche nicht?

Es gibt eine Frage, die im deutschsprachigen Raum praktisch niemand ehrlich beantwortet: Welcher xTool lässt sich 2026 noch mit LightBurn steuern? Die Antwort ist unbequem, auch für uns, denn wir sind xTool-Partner und verdienen an xTool-Geräten. Genau deshalb steht sie hier.

Der Hintergrund ist einfach. LightBurn ist seit Jahren der De-facto-Standard in der Lasercommunity: eine Software für alle Maschinen, gewachsene Materialbibliotheken, gewohnte Abläufe. xTool geht seit 2025 einen anderen Weg und baut mit xTool Studio eine eigene, geschlossene Umgebung. Beides gleichzeitig geht immer seltener. Wer das erst nach dem Kauf merkt, hat ein Problem, das sich mit keinem Zubehörteil lösen lässt.

Welche xTool-Geräte funktionieren 2026 noch mit LightBurn?

Kurz: nur noch die älteren Diodenlaser vollständig. D1, D1 Pro und S1 laufen sauber, P2 und P2S nur eingeschränkt, F1-Serie und M1 Ultra nur mit zurückgerollter Firmware. Alle neueren Geräte, also P3, F2, F2 Ultra, F2 Ultra UV und O1, sprechen ausschließlich xTool Studio. Die Richtung ist eindeutig: Je neuer das Gerät, desto geschlossener die Software.

GerätLightBurn 2026Einschränkung
D1, D1 Pro, S1✅ jaNativer xTool-Gerätetyp seit LightBurn 1.7, Verbindung nur seriell über USB
P2, P2S⚠️ eingeschränktNur Flachbearbeitung. Kamerabilder werden nicht übertragen, Z-Achse muss deaktiviert werden, also kein Autofokus, keine Kameraausrichtung
F1, F1 Lite, F1 Ultra, M1 Ultra⚠️ nur mit alter FirmwareNach dem Firmware-Update vom März 2026 keine Verbindung mehr
P3, F2, F2 Ultra, F2 Ultra UV, O1❌ neinNur xTool Studio
M1, M2❓ ungeklärtSiehe eigener Abschnitt weiter unten

Zwei Dinge fallen an dieser Tabelle auf. Erstens: Von den Geräten mit voller LightBurn-Unterstützung verkauft xTool die meisten gar nicht mehr neu; D1 und D1 Pro sind durch den S1 abgelöst. Der S1 ist damit aktuell das einzige neu erhältliche xTool-Gerät, das LightBurn vollständig spricht. Verlass dich nicht darauf, dass das so bleibt: Die Modellpflege läuft weiter, und jedes Nachfolgemodell der letzten zwei Jahre war geschlossener als sein Vorgänger. Zweitens: Bei P2 und P2S steht in xTools eigener Anleitung sinngemäß, man solle für den vollen Funktionsumfang die hauseigene Software verwenden. Das ist keine versteckte Botschaft, das ist die offizielle Empfehlung des Herstellers.

Was ist im März 2026 passiert?

xTool hat am 16. März 2026 eine Systemaktualisierung angekündigt, die schrittweise ausgerollt wurde. Als Folge dieses Firmware-Updates verlieren P2S, F1, F1 Lite, F1 Ultra und M1 Ultra die Verbindung zu LightBurn. Die offizielle Begründung lautet „security protocol restructuring”, also eine Umstellung der Kommunikationsprotokolle.

In der Ankündigung selbst formuliert xTool das erstaunlich offen: Es gehe um robusteren Schutz auf Systemebene. Betroffen sind neben LightBurn auch ältere Versionen von XCS und xTool Studio; alles unterhalb von Studio 1.6 verliert die Verbindung ebenfalls. Wer seine Maschine per Handy-App steuert, kann bei denselben Modellen ebenfalls Probleme bekommen.

Bemerkenswert ist der Rat, den xTool im selben Dokument gibt: Wenn dein Arbeitsablauf stark von LightBurn abhängt, solltest du das Firmware-Update aufschieben. Und man befinde sich in Gesprächen mit dem LightBurn-Team, um eine technische Lösung abzustimmen. Zum Zeitpunkt dieses Artikels, viereinhalb Monate später, ist keine solche Lösung veröffentlicht.

Ein Hersteller, dessen offizieller Ratschlag lautet „installieren Sie unser Update lieber nicht”, ist für einen Produktionsbetrieb keine bequeme Grundlage. Das ist keine Polemik, sondern die praktische Konsequenz: Firmware-Updates enthalten auch Fehlerbehebungen und neue Materialprofile. Wer sie dauerhaft blockiert, koppelt sich vom Support ab.

Kann ich die Firmware zurückrollen, wenn ich zu spät gemerkt habe, was passiert?

Ja. xTool dokumentiert im eigenen Support-Center eine Downgrade-Funktion und nennt für jedes betroffene Gerät die Zielversion. Der Weg führt über xTool Studio: Einstellungen → Gerät → Firmware-Verwaltung → „Firmware Downgrade”. Zwei Bedingungen sind zwingend, sonst schlägt der Vorgang fehl.

Die erste: Das Downgrade funktioniert nur über USB-Kabel. Eine WLAN- oder IP-Verbindung führt zum Abbruch. Die zweite: Die installierte Studio-Version muss mindestens V1.4 sein; du brauchst also die neue Software, um die alte Firmware wiederherzustellen.

GerätFirmware-Version nach dem Downgrade
xTool F140.51.015.02
xTool F1 Lite40.55.003.02
xTool F1 Ultra (Klasse 4)40.52.013.01.ht22
xTool F1 Ultra (Klasse 1)40.53.005.01.ht5
xTool M1 UltraV40.41.016.2020.01
xTool P2S40.22.010.03

Eine Einordnung zur Tabelle, damit daraus kein falscher Schluss entsteht: Dass der F1 Ultra dort mit zwei Firmware-Ständen für Klasse 4 und Klasse 1 auftaucht, ist ein Dokument aus xTools globalem Support. In Deutschland ist der F1 Ultra nie offiziell als Klasse-1-Gerät verkauft worden. xTool hat eine solche Variante hierzulande zeitweise unter der Bezeichnung „Retail Marker” angeboten, aber nie regulär ins Sortiment genommen. Wer hier einen F1 Ultra hat, hat mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Klasse-4-Ausführung und sollte beim Downgrade die passende Zeile wählen.

Was trotzdem stimmt und über die Software hinausweist: Die Laserklasse hängt an der Konfiguration, nicht am Modellnamen. Beim P2S etwa führt xTool tatsächlich zwei Ausführungen. Warum das rechtlich relevant ist, steht in unserem Artikel zu den Laserklassen.

Läuft der xTool M2 mit LightBurn?

Ehrliche Antwort: Wir wissen es nicht sicher, und niemand sonst schreibt es belegbar auf. Für M1 und M2 existiert weder eine offizielle xTool-Aussage noch ein verlässlicher Foreneintrag. Was gesichert ist: Der komplette Farbdruck- und Print-and-Cut-Workflow des M2 läuft ausschließlich über xTool Studio, denn LightBurn kennt kein CMYK-Druckmodul.

Warum diese Lücke überhaupt existiert, ist aufschlussreich: Der M1 ist abgekündigt, taucht in xTools aktueller Dokumentation also kaum noch auf. Der M2 ist so neu, dass es zu ihm praktisch keine unabhängigen Erfahrungsberichte gibt, schon gar nicht auf Deutsch. Beide fallen damit durch das Raster der üblichen Quellen.

Wer selbst nachsehen will, braucht dafür keine Stunde: LightBurn installieren, das Gerät per USB anschließen und unter „Devices” sowohl den nativen xTool-Gerätetyp als auch „GRBL” manuell durchprobieren. Kommt keine Verbindung zustande, ist die Frage beantwortet. Kommt eine zustande, ist die eigentlich interessante Frage, welche Funktionen nicht mit übertragen werden; erfahrungsgemäß sind das genau die, die das Gerät ausmachen: Kamera, Autofokus, Materialerkennung und beim M2 das Druckmodul.

Wir testen das bei Gelegenheit an unseren eigenen Geräten und tragen das Ergebnis hier nach. Bis dahin gilt für die Kaufentscheidung die pragmatische Regel: Plane nicht mit LightBurn, wenn du einen M1 oder M2 kaufst. Sollte es funktionieren, ist es ein Bonus; verlassen solltest du dich nicht darauf.


Unsicher, ob du mit xTool Studio arbeiten willst? Dann probier es aus, bevor du bestellst. Acht xTool-Geräte stehen für Demo-Termine zur Auswahl, du buchst auf das, das dich interessiert, und kannst dieselbe Datei einmal in Studio und einmal in LightBurn aufsetzen und selbst entscheiden, welcher Ablauf dir liegt. Kostenlos, vor Ort in Hessen oder online per Video: Termin ansehen


XCS ist tot: was kann xTool Studio stattdessen?

xTool Creative Space ist am Ende seines Lebenszyklus. Die letzte Version ist V2.7 vom 25. Juni 2025; alle neuen Geräte, Funktionen und Verbesserungen erscheinen ausschließlich in xTool Studio. Die aktuelle Fassung ist V1.8.14 vom 30. Juli 2026.

Fairerweise: Studio ist gut geworden. Es bringt eine Materialbibliothek mit Cloud-Synchronisation, einen Parameter-Matrix-Test zum systematischen Ermitteln von Einstellungen, Knotenbearbeitung für Vektoren, Serienproduktion aus Tabellendaten (Namen, Nummern, QR-Codes aus einer Liste) und einen KI-Assistenten für Motivgenerierung. Version 1.8 ergänzt unter anderem die direkte Verwaltung lokaler Dateien, ohne sie in die Software kopieren zu müssen.

Für Einsteiger ist Studio in vielen Punkten zugänglicher als LightBurn: automatische Materialerkennung, Autofokus beim Deckelschließen, ein Kamerabild, das das Werkstück zeigt statt eines abstrakten Koordinatengitters. Wer nie etwas anderes kennengelernt hat, vermisst LightBurn nicht.

Der Haken liegt woanders: Studio steuert nur xTool-Geräte. Wer eine zweite Maschine einer anderen Marke betreibt, und das passiert früher, als man denkt, arbeitet dann mit zwei Programmen, zwei Materialbibliotheken und zwei Bedienlogiken parallel.

Warum verliere ich beim Umstieg meine Materialparameter?

Weil sie nicht automatisch mitwandern. Das ist der meistgenannte Frustpunkt beim Wechsel von XCS zu Studio: Wer jahrelang eigene Einstellungen für Sperrholz, Leder und Acryl gesammelt hat, findet sie nach der Installation nicht wieder. Die Parameter sind nicht verloren, sie müssen aber aktiv migriert werden.

xTool beschreibt dafür zwei Wege. Der empfohlene ist die Cloud-Synchronisation: In XCS ab Version 2.3 die eigenen Parameter in die xTool-Cloud hochladen, danach in Studio wieder herunterladen. Der zweite Weg ist der lokale Export/Import über eine Datei. Beides funktioniert, beides muss man wissen, und beides sollte man vor der Deinstallation von XCS erledigen.

Das ist der Punkt, an dem sich zeigt, wie viel Arbeit in einer gepflegten Materialbibliothek steckt. Nicht zufällig sind die meistgelesenen Beiträge der gesamten LightBurn-Hardwarekategorie keine Fehlermeldungen, sondern Materiallisten für xTool-Geräte, mit über 20.000 Aufrufen pro Thread. Parametersätze sind das eigentliche Kapital, das man sich über Monate erarbeitet. Wie man sie systematisch aufbaut, steht in unserem Materialratgeber für Holz.

Was kostet LightBurn 2026, und ist das ein Abo?

Nein, ein Abo ist es nicht. LightBurn wird einmalig gekauft und läuft danach unbegrenzt weiter. Enthalten ist ein Jahr Updates; danach kann man verlängern oder einfach mit der vorhandenen Version weiterarbeiten. Es gibt zwei Stufen, und die Wahl hängt an der Bauart deines Lasers, nicht am Funktionsumfang.

LizenzPreisWofür
LightBurn Core99 USDGCode-basierte Laser, also die typischen Diodenmaschinen
LightBurn Pro199 USDzusätzlich DSP-Steuerungen (Ruida, TopWisdom, Trocen) und Galvo-Laser (EZCad2, BSL)

Ein Upgrade von Core auf Pro kostet später 100 USD, die Verlängerung um ein weiteres Jahr Updates 40 USD. Diese Verlängerungsgebühr ist im Mai 2026 gestiegen, vorher lag sie bei 30 USD. Wichtig: LightBurn verkauft ausschließlich in US-Dollar. Was du am Ende in Euro zahlst, hängt vom Wechselkurs und der Zahlungsmethode ab, deshalb steht hier bewusst kein umgerechneter Europreis.

Ein Detail, das bares Geld spart und kaum jemand erwähnt: Wer vor Ablauf verlängert, bekommt zwei Monate geschenkt. In der offiziellen Lizenz-FAQ steht dazu wörtlich: „You’ll also receive an additional two months on your one-year renewal.” Bei 40 USD sind das effektiv rund 14 Prozent Rabatt fürs rechtzeitige Dranbleiben.

Eine Warnung dazu, weil sie Verwirrung stiftet: Dieselbe Lizenz-FAQ nennt an anderer Stelle noch 30 USD als Verlängerungspreis. Diese Seite ist schlicht nicht nachgezogen worden; maßgeblich sind der Shop und die Release-Ankündigung vom Mai 2026.

Vor dem Kauf gibt es eine 30-Tage-Testversion ohne Funktionseinschränkung: kein Wasserzeichen, keine Limits. Wer unsicher ist, ob ihm LightBurn liegt, sollte diesen Monat nutzen, bevor er sich auf eine Hardwareplattform festlegt.

Die aktuelle Generation ist LightBurn 2.1, veröffentlicht am 19. Mai 2026; die neueste Punktversion ist 2.1.03 vom 30. Juni 2026. Neu in 2.1 sind unter anderem „Quick Nest” für automatisches Verschachteln von Teilen auf der Materialplatte, ein komplett überarbeiteter Kamera-Support inklusive Netzwerk- und Doppelkameras sowie eine Undo-History, mit der sich frühere Projektstände gezielt wiederherstellen lassen. Wer noch auf 2.1.00 oder 2.1.01 sitzt, sollte aktualisieren: In diesen Fassungen sprang die Einheitenanzeige bei manchen Nutzern ungefragt auf Zoll um.

Machen andere Hersteller das besser?

Ja, und das gehört zur Ehrlichkeit dazu. Sculpfun verkauft LightBurn-Lizenzschlüssel direkt im eigenen Shop; der Hersteller schickt seine Kunden also aktiv zur Fremdsoftware, statt sie davon wegzuführen. ComMarker dokumentiert für seine MOPA-Faserlaser den Betrieb mit LightBurn ausdrücklich und unterstützt daneben EZCad2, den Industriestandard im Galvo-Bereich.

Das ist kein Qualitätsurteil über die Geräte. Ein Sculpfun ist kein besserer Laser als ein xTool, nur weil die Softwarefrage offener gelöst ist. Aber es zeigt: Die geschlossene Plattform ist eine strategische Entscheidung von xTool, keine technische Zwangsläufigkeit.

Wenn LightBurn für dich nicht verhandelbar ist, etwa weil in deiner Werkstatt bereits andere Maschinen darauf laufen, gehören diese Hersteller auf deine Liste. Alles Weitere zur Auswahl steht in unserer Kaufcheckliste.

Gibt es einen Workaround?

Einen halben, und er wird in der Praxis tatsächlich so gelebt: In LightBurn gestalten, als SVG exportieren, in xTool Studio öffnen und dort den Job fahren. Damit behältst du die vertrauten Design- und Anordnungswerkzeuge und gibst nur die Maschinensteuerung ab.

Was dabei verloren geht, sollte man wissen: Ebenenzuordnungen, Leistungs- und Geschwindigkeitswerte, Reihenfolgen und Durchgänge wandern nicht mit. Du überträgst Geometrie, keine Fertigungsparameter. Für Einzelstücke ist das verschmerzbar, für wiederkehrende Serienjobs ist es ein täglicher Zusatzschritt.

Ehrlich gesagt lohnt sich dieser Umweg fast nur, wenn du LightBurn ohnehin schon besitzt und beherrschst. Für einen Neueinsteiger ist es sinnvoller, sich auf Studio einzulassen, statt zwei Programme halb zu lernen.

Das gilt auch für die Funktion, die am häufigsten als Grund für LightBurn genannt wird, nämlich fortlaufende Nummern: Studio löst das über Variablen und einen Tabellenimport, nur eben ohne eigenen Zähler. Der Ablauf steht in Seriennummern lasern, die Batch-Modi in Batch-Verarbeitung in xTool Studio.

Und die Designsoftware davor? Affinity ist seit Oktober 2025 kostenlos

Das ist die stille Verschiebung, die viele Ratgeber noch nicht nachvollzogen haben. Am 30. Oktober 2025 hat Canva die Affinity-Suite zusammengeführt und kostenlos gemacht: Designer, Photo und Publisher stecken seither in einer einzigen Anwendung für Windows und macOS, die man ohne Abo und ohne Kaufpreis herunterladen kann. Kostenpflichtig sind nur die KI-Funktionen wie generatives Füllen oder Freistellen; sie setzen ein Canva-Abo voraus und sind für Gravurarbeiten schlicht irrelevant.

Damit hat sich die übliche Einsteigerempfehlung überholt. Jahrelang lautete sie „Inkscape zum Zeichnen, LaserGRBL zum Steuern, beides kostenlos”. Der realistische kostengünstige Stack 2026 sieht anders aus: Affinity (0 €) für Design, dazu LightBurn oder xTool Studio für die Maschine. Inkscape bleibt eine gute und quelloffene Alternative, aber wer bisher am Preis von Affinity gescheitert ist, hat kein Argument mehr.

LaserGRBL existiert weiter und ist nach wie vor kostenlos, taugt als Empfehlung aber immer weniger. Die aktuelle Version 7.14.1 stammt vom 1. März 2025, also über ein Jahr ohne Release. Und weil das Programm auf dem .NET Framework von Microsoft aufsetzt, läuft es nur unter Windows. Für einen offenen GRBL-Diodenlaser als Erstkontakt ist es brauchbar, für alles andere nicht mehr die richtige Wahl. Was Einsteiger sonst noch brauchen, steht im Ratgeber für Anfänger.

Was heißt das alles für deine Kaufentscheidung?

Softwarefreiheit ist eine Entscheidung, die vor dem Hardwarekauf fällt. Danach ist sie nicht mehr korrigierbar: Kein Zubehör, kein Update und kein Support-Ticket bringen LightBurn auf einen F2 Ultra oder einen P3. Deshalb gehört die Frage „welche Software will ich in fünf Jahren bedienen?” an den Anfang der Kaufberatung, nicht ans Ende.

Drei praktische Leitlinien:

Wenn du neu anfängst und bei einer Marke bleibst, ist xTool Studio kein Nachteil. Die Software ist zugänglich, die Geräteintegration ist enger, als LightBurn sie je bieten könnte, und du lernst nur ein Programm. Kauf, was zur Aufgabe passt.

Wenn in deiner Werkstatt schon LightBurn läuft, prüfe die Kompatibilität, bevor du bestellst, und plane ein, dass sie sich per Firmware-Update ändern kann. Der März 2026 hat gezeigt, dass „läuft heute” nicht „läuft dauerhaft” bedeutet.

Wenn du gewerblich produzierst, ist ein Hersteller, der dir empfiehlt, seine eigenen Updates nicht zu installieren, ein Risiko in der Kalkulation. Das schließt xTool nicht aus, die Geräte sind gut, und beim F2 Ultra haben wir das im Detail beschrieben. Es heißt nur: Rechne die Plattformbindung mit ein, so wie du Absaugung und Filter mit einrechnest.

Und wenn du nach all dem noch unsicher bist: Eine Stunde vor der Maschine beantwortet die Softwarefrage zuverlässiger als jeder Artikel, auch dieser.


Stand: August 2026. Alle Angaben am 02.08.2026 an den Primärquellen geprüft. Software- und Firmware-Stände ändern sich schnell; xTool und LightBurn haben eine gemeinsame technische Lösung angekündigt, die zum Redaktionsschluss nicht vorlag. Prüfe im Zweifel die verlinkten Originalquellen.

Transparenz: Wir sind Mitglied im xTool Squad, xTool-Partner und betreiben einen offiziellen Demo-Raum, wir verdienen also an xTool-Käufen. Mit * gekennzeichnete Links sind Werbelinks. Dass dieser Artikel trotzdem so deutlich ausfällt, ist Absicht: Wer beim Softwarethema beschönigt, verliert Kunden nach dem Kauf statt davor.

Quellen

  • xTool Support Center: „[Important Update] xTool System Optimization and Upgrade Notification”, Artikel 3078, veröffentlicht 16.03.2026: betroffene Modelle, Begründung „security protocol restructuring”, Empfehlung zum Aufschieben des Updates. Abruf 02.08.2026.
  • xTool Support Center: „Troubleshoot Software Failure after Firmware Upgrade”, Artikel 3502: Downgrade-Anleitung, Zielversionen je Gerät, USB-Pflicht, Studio ≥ V1.4. Abruf 02.08.2026.
  • xTool Support Center: „Use LightBurn to Operate xTool P2/P2S”, Artikel 287: Beschränkung auf Flachbearbeitung, keine Kameraübertragung, Z-Achse deaktivieren. Abruf 02.08.2026.
  • xTool Support Center: „Transition from XCS to xTool Studio”, Artikel 2909 sowie „Import XCS Parameter Settings into xTool Studio”, Artikel 2344: XCS-Endversion V2.7 vom 25.06.2025, Migrationswege Cloud-Sync und lokaler Import. Abruf 02.08.2026.
  • xTool Support Center: „xTool Studio & Creative Space Release Notes”, Artikel 1773: Desktop V1.8.14 vom 30.07.2026. Abruf 02.08.2026.
  • LightBurn Software: „Which version of LightBurn is right for you?”: Core 99 USD, Pro 199 USD, Upgrade 100 USD, Verlängerung 40 USD/Jahr, unbefristete Weiternutzung, 30-Tage-Testversion. Abruf 02.08.2026.
  • LightBurn Software: Release-Ankündigung „LightBurn 2.1: Quick Nest, Enhanced Camera Support, Undo History and more”, 19.05.2026. Abruf 02.08.2026.
  • LightBurn-Forum: „Setting up xTool S1 with new xTool device type in LB 1.7 and Beyond”: nativer xTool-Gerätetyp seit LightBurn 1.7 für serielle Geräte (D1, D1 Pro, S1). Abruf 02.08.2026.
  • arkypita/LaserGRBL auf GitHub, Releases: letzte Version 7.14.1 vom 01.03.2025; Windows-only wegen .NET Framework. Abruf 02.08.2026.
  • Canva/Affinity: Ankündigung vom 30.10.2025 zur Zusammenführung von Designer, Photo und Publisher in eine kostenlose Anwendung; KI-Funktionen weiterhin abopflichtig. Berichterstattung u. a. MacRumors, CG Channel, TidBITS, 30./31.10.2025. Abruf 02.08.2026.
  • Sculpfun Onlineshop, Produktseite „LightBurn Software Core/GCode License Key”; ComMarker Support: „Operating B6 MOPA with Lightburn”. Abruf 02.08.2026.